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Damit sie auch morgen noch kraftvoll zubeißen können…

 

Zahnprobleme können allen unseren vierbeinigen Haustieren im wahrsten Sinne des Wortes tierisch auf den Nerv gehen. Und dabei ganz verschiedene Formen annehmen. Während die Kleinsäuger wie Kaninchen und Meerschweinchen häufig unter schmerzbedingten Zahnabriebstörungen leiden, kann es in der Folge zu überlangen Zähnen kommen. Denn haben Sie gedacht, dass die Zähne vieler Heimtierarten pro Jahr ganze 10cm (!) wachsen?  So können sich die Schneidezähne zu sog. „Elefantenzähnen“ formen und die Backenzähne lange, spitze Haken ausbilden, die in die Zunge oder Wange ragen und dort Verletzungen verursachen. Dass ein z.B. Kaninchen damit nicht mehr richtig fressen kann, versteht sich von selbst. Es nimmt ab und zeigt zusätzlich oft auch Durchfallprobleme und andere, unspezifische Krankheitsanzeichen. Durch eine in einer kurzen Narkose durchgeführten Zahnkorrektur inkl. einer Anpassung an eine optimale Futterration können wir Tierärzte Ihrem Heimtier schon ein großes Stück weiterhelfen. Unsere speziellen, bes. auf die Heimtiere angepassten Narkosearten sorgen für eine schnellstmögliche Regeneration Ihres Heimtieres mit Wiederherstellung einer guten Lebensqualität.
Bei Fragen hierzu wenden Sie sich bitte an unsere Tierärztin mit dem Schwerpunkt Heimtierkrankheiten: Frau Stefanie Pfohl.

Bei der Katze verhalten sich die Zahnerkrankungen etwas anders– denn wie es sich für eine Katze gehört, verstecken sich ihre Krankheitsanzeichen gerne so lange wie möglich… und zwar häufig im für uns makroskopisch nicht zu beurteilenden „Untergrund“ des Kieferknochens…äußerlich kann eine Zahnkrone nahezu perfekt ausschauen, im Wurzelbereich lauert aber tatsächlich schon das Dilemma… deswegen sollte jegliche Veränderung der Zahnfleischfarbe als möglicher Hinweis auf eine eventuelle Wurzelerkrankung mit z.B. sog. Resorptiven Läsionen (RL), also sich auflösenden Anteilen der Zahnwurzel, gewertet werden. Eine genaue Diagnose kann nur durch Anfertigung einer speziellen digitalen Zahnröntgenaufnahme gestellt werden. Seit 2015 verfügen wir über so ein Digitales Dentales Röntgengerät, welches optimale Aufnahmen der Kieferknochen mit den darin befindlichen Zähnen liefert.

Hunde mit leichten bis fortgeschrittenen Zahnerkrankungen werden häufig wegen ihres bisweilen sehr üblen Maulgeruchs vorgestellt. Häufiger Grund ist nicht nur eine leichte Zahnfleischentzündung (Gingivitis), sondern (gerade bei den kleineren Hunderassen wie Terrier, Zwergpudel, Chihuahua etc.), eine auf den Zahnhalteapparat übergreifende Entzündung (Paradontitis), die durch Lösung der Fasern, die den Zahn in seinem Fach halten sollen, dann eben das Gegenteil bewirken: der Zahn fängt an zu wackeln und bei fortschreitendem Abbau droht er schließlich sogar auszufallen. Während die Gingivitis bei Reinigung der Zähne per Ultraschall mit anschließender Politur reversibel ist, ist die Paradontitis nicht mehr zu heilen. Nach Anfertigung einer Röntgenaufnahme, die eine Beurteilung des Ausmaßes dieser Zahnerkrankungen erst vollständig möglich macht, wird entschieden, ob der Zahn noch erhalten werden kann oder sogar entfernt werden muss. Diese Maßnahmen sind nicht nur zur Maulheilung nötig, sondern dienen auch der Vorbeugung von anderen Krankheiten, die den gesamten Körper betreffen können (z.B. Herzklappenentzündung, Blutvergiftung).
Bei Fragen hierzu wenden Sie sich bitte schwerpunktmäßig an unsere Hauptzahnärztin Frau Dr. Jennifer Schätzle-Bähr.

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